Diagnostik

Mithilfe modernster Technologien bieten wir verschiedenste diagnostische Möglichkeiten.

Im Stehen

Methode
Die Funktion der Kernspintomographie beruht auf der Wechselwirkung des Magnetfeldes mit den Wasserstoffkernen. Diese treten im Organismus überwiegend in wässrigen Lösungen auf. Aufgrund verschiedener Einstellungen/Sequenzen erlaubt ein Magnet-Resonanz-Tomograph also die bildliche Darstellung der Zusammensetzung von Weichteilgeweben (Schichtbildaufnahmen).

Einsatzbereich/Indikationen
Dieses Verfahren war bis vor einigen Jahren nur am abgelegten Pferd möglich, so dass neben dem höheren Preis auch die Vollnarkose die limitierenden Faktoren für eine weitere Verbreitung dieses fortschrittlichen Verfahrens darstellten. Mit der Entwicklung eines Tomographen zur Anwendung am stehenden Pferd durch die Firma Hallmarq/UK sind diese Probleme nun behoben. Es steht nunmehr eine weitere diagnostische Möglichkeit im Rahmen der Lahmheitsdiagnostik zur Verfügung, die ihren Einsatz vorwiegend im Bereich der unteren Gliedmaßen hat. Insbesondere bei der präzisen Bestimmung der erkrankten Anteile der sogenannten „Hufrolle“ und der ihr benachbarten Strukturen kommen die Vorteile der Kernspin-Untersuchung zum Tragen. Das Abbilden der Weichteilstrukturen von Fessel-, Karpal- und Sprunggelenk sind möglich. Folglich lassen sich Therapie und Prognose präziser festlegen.

Grenzen
Kopf und Halswirbelsäule sowie spezielle Fragestellungen zu knöchernen Veränderungen an den Beinen bleiben eine Domäne der Computertomographie. Teile der Gliedmaßen, die oberhalb von Sprunggelenk oder Vorderfußwurzelgelenk liegen, sind zurzeit bei einer Kernspinuntersuchung im Stehen noch nicht zugänglich.

Ablauf
Nach Aufnahme in der Klinik wird der Patient in der Regel einer kurzen klinischen Untersuchung unterzogen. Der zu untersuchende Bereich sollte durch diagnostische Anästhesien eingegrenzt sein. Sollten diese von Ihrem Haustierarzt bereits vorliegen, bringen Sie bitte eine kurze schriftliche Überweisung mit. Danach müssen dem Pferd beide Eisen des zu untersuchenden Gliedmaßen-Paares abgenommen werden. Da Metalle eine Bildstörung erzeugen, ist es notwendig anhand von Röntgenaufnahmen die vollständige Entfernung alter Nagelreste etc. aus dem Huf zu überprüfen.

In den meisten aller Fälle kann das Pferd noch am Untersuchungstag in den Heimatstall zurückgebracht werden.

Methode
Die Computertomographie ist ein spezielles Röntgenverfahren, bei dem ein Strahlenbündel die zu untersuchende Körperregion in dünnen Schichten aus verschiedenen Winkeln abtastet und ein Computer aus den ermittelten Dichtewerten ein Bild von den Gewebeschichten aufbaut.

Ablauf
Zur computertomographischen Untersuchung wird der Patient in Vollnarkose auf einem fahrbaren Tisch in Rücken- oder Seitenlage exakt gelagert und der zu untersuchende Bereich zentral innerhalb der sogenannten „Gantry“ platziert. Die Gantry enthält ein rotierendes Röntgen- und Detektorsystem, das sich während der Untersuchung millimetergenau über die entsprechende Körperregion bewegt und die Messergebnisse als Schnittbilder auf einen Monitor projiziert. Es entstehen sehr detaillierte, überlagerungsfreie Aufnahmen, die Knochen- und Weichteilgewebe entsprechend ihrer Dichte in verschiedenen Graustufen darstellen.

Patienten
Da die Gantry einen begrenzten Durchmesser von 70 cm hat, beschränkt sich der Einsatz der Computertomographie beim Großpferd auf die Regionen Kopf, Genick, Hals und Gliedmaßen. Untersuchungen im Brust- und Bauchbereich sind nur bei Fohlen und Ponys entsprechender Größe möglich.

Indikationen
Indikationen für die CT-Untersuchung beim Pferd sind:

  • Im Kopf- und Hals-Bereich: Nasennebenhöhlenentzündungen, Zahnprobleme, Tumore, spinale Ataxie und Headshaking
  • Im Gliedmaßenbereich: Weichteilschäden (z. B. Sehnendefekte), zystoide Knochendefekte, Fissuren, Osteochondrosis dissecans, Hufrollenerkrankungen und Lahmheiten, deren Ursache mithilfe der üblichen diagnostischen Methoden nicht eindeutig identifiziert werden können

Sowohl am Kopf als auch an den Gliedmaßen bietet die Computertomographie vor chirurgischen Eingriffen (z. B. bei komplizierten Knochenbrüchen) die Möglichkeit, Lokalisation und Ausmaß der pathologischen Veränderung sowie den operativen Zugang optimal zu bestimmen.

Funktionsprinzip
Verwendung von schwach radioaktiven Substanzen zur Darstellung von:

  • Vermehrter Stoffwechselaktivität
  • Entzündungsherde mit Osteogenese
  • Vermehrte Durchblutung und Gefäßpermeabilität

Indikationen

  • Unklare klinische Befunde
  • Lahmheiten, die zu gering sind, um zu anästhesieren
  • Multiple Schmerzherde
  • Unklare, verwirrende Anästhesiebefunde (Szintigraphie frühestens 3 – 9 Tage später)
  • Sehr widersetzliche Pferde
  • Abklärung, ob röntgenologischer Befund aktiv ist oder nicht
  • Ermöglicht das Erkennen von pathologischen Prozessen an röntgenologisch / anästhesiologisch schwer zugänglichen Bereichen (Wirbelsäule, Becken etc.)
  • Reduziert unter Umständen den Einsatz weiterer diagnostischer Mittel

Ablauf

  • Terminvereinbarung
  • Stationäre Unterbringung des Pferdes 1 Tag vor der Untersuchung, da es sonst leicht zu Fehlinterpretationen kommt
  • Untersuchung am stehenden, sedierten Pferd
  • Entlassung: 3 Tage nach der Untersuchung („Abstrahlen“)

Wir verfügen über ein stationäres und mehrere mobile Speicherfolien- und Festplattendetektorensysteme der neuesten Generation.

Die Sonographie, umgangssprachlich auch Ultraschall genannt, ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin und Veterinärmedizin.

Der Vorteil des Ultraschalls, vor allem gegenüber dem Röntgen, ist die Unschädlichkeit der Schallwellen und die exzellente Darstellung von Weichteilstrukturen. Knochenoberflächen lassen sich im Gegensatz zum Inneren des Knochens gut darstellen.

Sowohl in der Klinik als auch in der Fahrpraxis stehen mehrere hochauflösende Geräte der neuesten Generation zur Verfügung.

Mögliche Indikationen:

  • Ultraschalldiagnostik von Sehnen, Bändern, Muskulatur und Gelenken
  • Herzultraschall
  • Ultraschallgeführte Injektionen in Organe und spezielle Gelenke (Halswirbelsäule, Rücken, Ileosakralgelenk)                                                                                                                                                                                                                                                        

In unserem Labor können wir die geläufigsten Blut- (Blutgas, Hämatokrit, LD usw.) sowie Kot- und Urinuntersuchungen durchführen.
Alle tiefergehenden Untersuchungen und Biopsien werden von den jeweils zuständigen Laboren (z. B. Idexx Vet-Med-Labor in Ludwigsburg oder Staatl. Tierärztliches Untersuchungsamt Aulendorf) durchgeführt.

  • EKG / Herzultraschall (Farbdopplersonographie)
  • Gastroskopie (Chipkamera mit Videoaufzeichnung)
  • Endoskopie
  • Thermographie
  • Laufbanddiagnostik
  • Pferdewaage

Unser Leistungsspektrum überzeugt

Ob Diagnostik, Chirurgie, Therapie oder Notfall- und Intensivmedizin – wir geben alles, wenn es um die Gesundheit Ihres Tieres geht. Und haben für eine Vielzahl von Behandlungsfällen in der Pferdemedizin die richtige Lösung oder Methode in petto.

Chirurgie

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Wir decken ein breites Spektrum der Weichteil- und Knochenchirurgie ab.

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Therapie

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Bei den unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten stehen wir im engen Austausch mit den Tierbesitzern.

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Notfall- und Intensivmedizin

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Besonders in Notfallsituationen steht unser Team Ihrem Pferd und Ihnen zur Seite.

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